FOØTO

name: bernd sperber
beruf: mediengestalter
alter: 38
wohnort: nürnberg
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equipment:
canon eos 50d
EF 35 mm 1:1,4 L USM
EF 24-70 mm 1:2,8 L USM
EF 50 mm 1:1.8 II
Speedlite 580 EX II
Nikon D100
Nikkor 24 – 120 mm 1:3,5 – 5,6 D
Nikkor 50 mm 1:1,8 D
Metz 54 MZ-4
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weshalb fotografierst du?
zum einen, weil es mir unendlich spaß macht, ganz klar.
aber das ist nicht der hauptgrund. ich denke, so langweilig es vielleicht auch klingen mag, fotografie bedeutet für mich “einen moment festzuhalten”, ereignisse zu “konservieren”. mit einem wort ausgedrückt: fotografie bedeutet für mich “erinnerung”. so viel vergangenes “verblasst” irgendwann. wie schön ist es also, sich mithilfe eines fotos an geschehene momente zu erinnern. mir ist aufgefallen, dass viele menschen aber immer nur die “schönen” dinge fotografieren. oder anders gesagt, nur zu “besonderen” anlässen die kamera auspacken. was ist aber mit dem ganz “normalen” leben? dem alltag? leider habe ich viel zu wenige bilder von solchen dingen. und warum? weil man sich oftmals nicht traut, in bestimmten situationen zu fotografieren. oder weil eben diese situationen womöglich zu “intim” sind. schade eigentlich …
ich habe vor, das zu ändern, mehr zu fotografieren und deshalb schleppe ich meine kamera mittlerweile ständig mit mir rum …
wie wichtig ist dir das “perfekte” bild?
natürlich ist man immer bemüht, seine fähigkeiten zu verbessern. aber was ist schon perfekt? muss man immer darauf achten, dass der bildausschnitt auf den millimeter genau “komponiert” wurde? mich langweilen solche diskussionen mittlerweile. “perfektion” liegt letztendlich im auge des betrachters. und so kann für mich ein zufällig eingefangener augenblick, ein abendessen mit einem besonderen menschen, mein patenkind, wie es gerade versucht, spaghetti auf die gabel zu drehen, um einiges interessanter und wichtiger sein, als ein lebloses, bis ins kleinste detail ausgeklügeltes bild, welches andere womöglich als “perfekt” bezeichnen würden …
investierst du viel zeit in die nachbearbeitung?
nein. jedenfalls “nicht viel”. natürlich bemühe auch ich mich, ein foto nach meinen wünschen zu bearbeiten, aber meistens beschränkt sich das ganze auf kleinigkeiten wie simple farbkorrekturen, schärfe, kontrast und sättigung. wenn ich etwas nicht so sehr mag, dann wenn leute ihre fotos so sehr “entfremden”, dass sie nichts mehr mit der wirklichkeit zu tun haben. nur weil photoshop die möglichkeiten dazu bereit hält, muss man sie noch lange nicht nutzen. weniger ist manchmal mehr!
was fotografierst du am liebsten?
menschen. das war schon immer so und das wird auch so bleiben. “portraits” machen mir einfach am meisten spaß.
was nicht bedeutet, dass ich mich allen anderen dingen abwende. wenn keine “modelle” zur verfügung stehen gibt es auch so unzählig viele andere interessante “dinge”, die es wert sind, fotografiert zu werden.
bist du mit deinen arbeiten zufrieden?
es wäre arrogant zu sagen: “ja”. denn dann würde ich auf der stelle stehen bleiben und wer will das schon? wenn sich die möglichkeit ergibt, etwas zu lernen, etwas besser oder nur anders zu machen, dann sollte man sie nutzen.
wenn ich mir einige der hier gezeigten bilder so ansehe, dann denke ich mir bei manchen: “oh weh!”. aber ich bin kein profi. ich verdiene kein geld mit der fotografie. deshalb zeige ich sie trotzdem. und ich kann mir durchaus vorstellen, dass einige bilder, die ich schlecht finde, anderen womöglich gefallen werden oder andersrum. wie gesagt, am ende zählt doch das eigene empfinden und was ein foto beim betrachten bewirkt.
warum diese seite?
ganz einfach, ich will meine bilder zeigen. das ist im moment mein hauptanliegen. ich will nicht der 1001. fotoblog sein, der über produktneuheiten oder tutorials berichtet. dazu gibt es mittlerweile zu viele seiten im netz, die das entscheidend besser können. warum also nachmachen?
dennoch erhoffe ich mir natürlich ein klein wenig kontakt zu anderen fotografiebegeisterten menschen da draußen. und bevor ich meine arbeiten – egal ob gut oder schlecht – auf der festplatte verstauben lasse, zeige ich sie lieber. und stelle mich somit gerne der kritik von anderen “augen”.
