FOØTO

bernd sperber

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equipment:

Leica M9-P
Leica Summicron-M 1:2/35mm ASPH.

Leica D-Lux 5

Canon EOS 50D
EF 35 mm 1:1,4 L USM
EF 24-70 mm 1:2,8 L USM
Speedlite 580 EX II

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das wichtigste an der fotografie ist für mich eindeutig die möglichkeit, erinnerungen festhalten zu können. am liebsten fotografiere ich menschen. das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. außerdem besteht meine auffassung von fotografie weitgehend darin, personen so natürlich wie möglich darzustellen. und für mich ist ein bild dann perfekt, wenn die person, der augenblick, das geschehene so gezeigt wird, wie er auch war. übertriebene bildbearbeitung liegt mir fern. ich möchte meine zeit mit dem akt des fotografierens „verschwenden“, nicht mit stundenlanger bildretusche.

für viele menschen ist ein bild erst dann gut, wenn es technisch bis ins kleinste detail bearbeitet wurde. für mich ist ein foto aber schon dann etwas besonderes, wenn ich einen, für mich wichtigen augenblick, für die ewigkeit festhalten konnte. natürlich möchte ich nicht abstreiten, dass in bereichen wie beauty- oder werbefotografie viel im nachhinein getan werden muss. ich persönlich mag derart verfremdete abbildungen aber nicht. die meisten dieser fotos sind am ende einfach nur noch steril und leblos. letztendlich ist diese einstellung aber natürlich nichts anderes, als mein persönlicher geschmack.

ich habe jedenfalls meinen stil gefunden. der ein oder andere wird nun vielleicht denken: „welchen stil?“. vielleicht ist dies eine berechtigte frage. vielleicht habe ich auch gar keinen „stil“. und genau das ist gut so. je einfacher, je unscheinbarer, je normaler ein foto, umso mehr mag ich es vermutlich. und möglicherweise sollte ich auch gar nicht von einem fotografischen stil sprechen, sondern eher von einer „vorliebe“. und die besteht exakt in dem, was ich gerade mache. ich fotografiere menschen und ich fotografiere mein leben. gibt es dafür eine bezeichung? tagebuch-fotografie? dokumentarfotografie? reportage-fotografie? eigentlich ganz egal. das wichtigste ist am ende doch, dass man gerne fotografiert und dass man das fotografiert, was einem wichtig ist. fotografie ist ein teil meines lebens geworden. ich mag mein leben und ich mag vor allem mein leben zusammen mit der fotografie.
was kann es schöneres geben?